Japanische Messerformen: Die wichtigsten Messerarten auf einen Blick. Santoku, Sashimi & Co.

Japanische Messerformen kurz vorgestellt

Man findet verschiedenste japanische Messerformen in jeder Profi- und Hobby-Küche. Jede der Messerformen erfüllt einen speziellen Zweck. Auf dieser Seite sind alle gängigen Messerformen aufgelistet, um Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Messerarten zu geben.

Wer japanische Messer kaufen möchte, sollte sich gut überlegen, welchen Einsatzzweck man verfolgt. Japanische Messerformen und damit Einsatzzwecke gibt es viele, ob kurz, lang, breit, flach, einseitig geschliffen oder beidseitig geschliffen usw. Die Frage beim Kauf lautet oft: Für welchen Zweck benötige ich ein Messer?

Santoku

Im BereichMesserformen ein Klassiker: Das Santokumesser.

Ein Klassiker in Bereich Messerformen: Santokumesser. Hier von Kai Europe in der Tim Mälzer Edition.

Santoku sind die absoluten Alleskönner bei den Kochmessern. Im Bereich japanische Messerformen sind sie ein Klassiker. Man kann mit ihnen alle anfallenden Schneideabreiten erledigen. Sie sind bestens geeignet für Fisch, Fleisch und Gemüse. Für das Hacken oder Schälen gibt es jedoch spezielle Messerarten, die besser geeignet sind. Jedoch sind Santokumesser der ideale Einstieg in die Welt der Kochmesser!

  • Bestens für den Alltag geeignet
  • Geeignet für Fleisch, Fisch und Gemüse
  • Einfach zu erlernender Umgag


  • Nicht so optimal für Hacken oder Schälen
  • Für Filetieren gibt es Spezialmesser

 

NakirI

Klassische Messerformen: Nakiri Messer.

Hier ein Nakiri Messer Windmühlenmesser.

Am bekanntesten ist sicherlich das japanische Nakiri. Es liegt sehr gut in der Hand und ist beidseitig geschliffen, was es gerade für Einsteiger einfach macht, das Messer zu führen. Wer sich japanische Messerformen anschaut, kommt am Nakiri nicht vorbei. Es ist ein Klassiker. Hiermit schneidet man schnell und fein jede Art von Gemüse und es ist gut zum Hacken und Schälen geeignet. Aber Vorsicht: Zum Durchtrennen von Knochen oder Gräten ist das Deba besser geeignet. Trotzdem darf das Nakiri darf in keiner Küche fehlen!

  • Gute Handhabbarkeit
  • Beidseitig geschliffen (gut für Einsteiger)
  • Für jede Art von Gemüse, auch zum Hacken oder Schälen


  • Nicht geeignet zum Durchtrennen von Knochen oder Gräten

Usuba
Bekannte japanische Messerformen: Usuba Messer.

Ein Usuba Messer von Saku Hocho. Ein auffallende Form im Bereich japanische Messerformen.

Es gibt viele japanische Messerarten, das Usuba ist hierunter eher ungewöhnlich. Usubas werden vor allem von professionellen Köchen eingesetzt und sind für Gemüse geeignet. Es besitzt eine ausgezeichnete Schärfe. Es ist jedoch traditionell einseitig geschliffen, was es für Anfänger ein wenig schwierig macht. Durch ein höheres Gewicht und eine breitere Klinge, die leicht gebogen ist, liegt es aber besonders gut in der Hand.

  • Für Gemüse am besten geeignet
  • Einsatz vor allem in der Profi-Küche
  • Liegt besonders gut in der Hand


  • Einseitig geschliffen (erfordert ein wenig Übung)
  • Spezialgebiet: Gemüse

Gyuto oder Kochmesser
Eher unbekannte Messerformen: Gyuto Messer.

Ein klassisches Gyuto von Tojiro. Das Gyuto wird auch als Kochmesser bezeichnet.

Dies ist ein vielseitiges, japanisches Kochmesser und eher nicht so bekannt im Bereich japanische Messerformen. Das Gyuto wird vor allem für das Schneiden von Fleisch eingesetzt und ist ähnlich dem Chefmesser. Daneben eignet es sich durch die schmalere Klinge gut für das Enhäuten und Entfernen von Sehnen. Die Klinge des Gyuto ist beidseitig geschliffen.

  • Vielseitig verwendbar, aber vor allen für Fleisch
  • Schmale Klinge
  • Beidseitig geschliffen


  • Nicht gut zum Hacken oder Schälen geeignet

Deba

Japanische Messerformen: Breit, kräftig. Das ist ein Deba Messer.

Ein wunderschönes Deba von Kai Europe.

Vielzählige japanische Messerformen sind bekannt. Deba sind klassische japanische Messer. Mit ihrer absoluten Schärfe können sie sogar Knochen mühelos zerteilen. Weil das Deba breiter und stabiler ist, eignet es sich hervorragend zum Schneiden und Aufbereiten von Fisch. Das Deba ist traditionell einseitig geschliffen, was eine optimale Schnittführung ermöglichst. Aber keine Angst: Den Umgang kann man lernen!

  • Müheloses Zerteilen von Knocken
  • Breites, stabiles Messer
  • Ideal für Fisch


  • Einseitig geschliffen (Umgang kann aber erlernt werden)
  • Nicht für alle Situationen geeignet.

Sashimi

Bekannte Messerformen aus Sushi Restaurants: Kategorie der Sashimi Messer.

Die Messerform ist lang und spitz. Klassische, japanische Messerformen für Tranchiermesser. Hier ein Sashimi von SEKI RYU.

Wer bereits in einem Sushi-Restaurant war, kennt das japanische Sashimi. Es sind Messer, die vor allem für das Portionieren und Tranchieren von rohem Fisch (für Sushi) oder Fleisch verwendet werden. Sie bieten einen wundervollen, sauberen Schnitt. Das Sashimi erfordert mit Sicherheit ein wenig Übung, da es einseitig geschliffen ist. Jedoch wird aus der Übung bald Können und Sie können mit perfekten, glatten Schnitten glänzen. Diese Messerart ist auch als Shobu oder Yanagiba bekannt.

  • Ideal für das Portionieren und Tranchieren von Fisch oder Fleisch
  • Sehr saubererer Schnitt


  • Umgang erfordert Übung

Nun kennen Sie verschiedene, japanische Messerformen. Ob Santokumesser, Sashimi oder Usuba Messer, es gibt viele unterschiedliche Messerarten. Der größte Unterschied bei den japanischen Messerformen liegt in der Länge, Dicke, Breite, Rundung und natürlich der Form selber. Man muss bei der Wahl umbedingt beachten, wofür man es einsetzen will. Ansonsten wird man als Käufer schnell unglücklich. Wer z.B. mit einem Sashimi Gemüse schneiden will, der sollte sich noch mal fragen, ob eine andere japanische Messerform dafür besser geeignet ist.

Japanische Messerformen: Die wichtigsten Messerarten auf einen Blick. Santoku, Sashimi & Co.
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